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Auf den Spuren unserer dunklen Geschichte

Die Aufklärung unserer Schüler über die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte liegt uns sehr am Herzen. Dazu findet jährlich eine Projektfahrt der Zehntklässler in das ehemalige Konzentrationslager nach Buchenwald statt. Vorbereitet wurde diesem am 7. März im Rahmen des Geschichtsunterrichts:
Am 11. März 2025 unternahmen dann die 10. Klassen unserer Schule eine Exkursion zur Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar. Ziel des Besuchs war es, sich intensiv mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers auseinanderzusetzen und ein vertieftes Verständnis für die Geschehnisse während der Zeit des Nationalsozialismus zu gewinnen. Zur Vorbereitung fand ein Projekttag statt, bei dem sich alle Schülerinnen und Schüler Themen für Kurzvorträge zur Gedenkstätte und dem ehemaligen KZ Buchenwald aussuchten. Zudem erhielten sie ihre Aufgaben für die Exkursion, um sich gezielt auf die Inhalte und die Geschichte des Ortes vorzubereiten.
Um 8.00 Uhr starteten wir mit dem Bus. Unser erster Halt war am Mahnmal mit dem großen Glockenturm. Hier sollten die Schülerinnen und Schüler die Reliefs der Stelen interpretieren und sich mit den Darstellungen auseinandersetzen. Diese ersten Eindrücke vermittelten bereits die Grausamkeit der NS-Verbrechen und hinterließen eine bedrückende Atmosphäre. Anschließend fuhren wir weiter zur Gedenkstätte. Dort begann unser Besuch mit einem Einführungsvideo, das einen Überblick über die Geschichte des Lagers gab. Danach besichtigten wir das Gelände. Anstelle einer geführten Tour hielten die Schülerinnen und Schüler ihre vorbereiteten Kurzvorträge zu verschiedenen Aspekten des ehemaligen Lagers. Dadurch wurde die Führung interaktiv gestaltet und ermöglichte eine intensive Auseinandersetzung mit den historischen Gegebenheiten. Die vielen grausamen Details, die im Laufe der Begehung thematisiert wurden, hinterließen einen tiefen Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern. Sie waren sichtlich ergriffen und schockiert. Stets zeigten sie Demut und Respekt gegenüber den furchtbaren Geschehnissen, die sich an diesem Ort abgespielt hatten. Die Besichtigung der Außenanlagen und des Steinbruchs verdeutlichte zudem die unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Häftlinge zu leiden hatten. Um 15:45 Uhr traten wir die Rückfahrt zur Schule an. Die Exkursion war eine tief bewegende und lehrreiche Erfahrung. Sie vermittelte den Schülerinnen und Schülern nicht nur historisches Wissen, sondern auch die Bedeutung des Erinnerns und der Verantwortung für die Zukunft. Reich an Erfahrungen und mit einem tieferen Einblick in die Vergangenheit kehrten wir zurück. (Bericht & Bilder: Herr Kranzl)